Angststörungen

Links für Fachleute

Angststörungen im engeren Sinne -->

Zwangsstörungen

Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) -->

Links für Laien

Angststörungen im engeren Sinne -->

Zwangsstörungen

Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) -->

Das Internet bietet sowohl für Professionelle (Eichenberg & Ott, 2003) als auch für Ratsuchende (Eichenberg, im 2003) umfangreiche Informationen zu psychischen Störungen aller Art. Da Angststörungen in Abhängigkeit von Alter und dem zugrunde gelegten diagnostischen Klassifikationssystem mit einer Lebenszeitprävalenz zwischen 9,2% und 24,9% (Perkonigg & Wittchen, 1995) zu den häufigsten psychischen Störungen gehören und aus allgemeinärztlicher Sicht rund 30% aller Patienten, die beim Hausarzt vorstellig werden, zur Gruppe der Angstkranken gehören (Müller, 1991), ist es wichtig, dass breitgefächerte Informationen zu dieser Störungsgruppe zur Verfügung stehen - und zwar für Psychotherapeuten und Psychiater, die in ihrer täglichen Arbeit Angstkranke behandeln, sowie für Ärzte aus dem nichtpsychiatrischen oder -psychotherapeutischen Bereich, die mit diesem Störungsbild in der Regel weniger vertraut sind. Ebenso wichtig ist eine qualifizierte Informierung der Betroffenen: Selbsthilfe und die konkrete Informationsvermittlung bei den verschiedenen Angsterkrankungen können einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Störungen leisten.

Für alle drei Zielgruppen stellt das Internet reichhaltige Ressourcen bereit. Hinsichtlich der Quantität kann eine Suchanfrage [Stand: 25.08.02] in einer gängigen Suchmaschine [www.google.de] dies anhand der Anzahl der gefundenen Treffer allein im deutschsprachigen Web illustrieren: Suchbegriff "Phobie": 12.000 Treffer, "Panikstörung": 7080 Treffer, "Angststörung": 3600 Treffer.

Dabei muss jedoch angemerkt werden, dass Abfragen in Suchmaschinen zwar einen ersten Hinweis auf die Häufigkeit der Thematisierung bestimmter Inhalte geben, dass aber zum einen Suchmaschinen nur ca. 30% aller Websites verzeichnen (Günther & Hahn, 2000) und dass zum anderen dadurch kein Rückschluss auf die Qualität der Inhalte gezogen werden kann: Die Erwähnung eines Suchbegriffe in einer Webpage reicht oft für die Verschlagwortung durch eine Suchmaschine aus, auch wenn sich die Informationsseite nicht unmittelbar dem gesuchten Thema widmet. Daher sind kommentierte Linksammlungen - wie sie vom ZPID zusammengestellt werden - von unschätzbarem Wert. Die Bewertung von Internetangeboten durch Fachleute ist eine Möglichkeit zur Qualitätsssicherung von Informationen in einem Medium, das durch seine anarchische Struktur keinen redaktionellen Kontrollen unterliegt. Die Qualität klinisch-psychologischer Informationen ist gerade aus der Patientenperspektive deswegen von besonderer Bedeutung, weil Falsch- oder Fehlinformationen erhebliche negative Folgen für das psychische und in manchen Fällen das körperliche Wohlbefinden haben können.

Im Diagnostischen und Statistischen Manual (DSM-IV) der American Psychiatric Association umfasst der Abschnitt Angststörungen neben den Angststörungen im engeren Sinne (Panikstörung, Agoraphobie, Generalisierte Angststörung, Soziale Phobie, Spezifische Phobie) auch die Akute und Posttraumatische Belastungsstörung sowie die Zwangsstörung. Die Gliederung der Internetressourcen dieser Sammlung orientiert sich daher an dieser Einteilung. Übergeordnet werden die Internetadressen zielgruppenspezifisch aufbereitet und zwar für Fachkreise und interessierte/ betroffene Laien, um den unterschiedlichen Informationsbedürfnissen beider Rezipientengruppen gerecht zu werden.

Literatur:

Eichenberg, C. (2003). Internetbasierte Hilfe für Betroffene psychischer Störungen. In R. Ott & C. Eichenberg (Hrsg.), Klinische Psychologie und Internet. Potenziale für klinische Praxis, Intervention, Psychotherapie und Forschung. Göttingen: Hogrefe.

Eichenberg, C. & Ott, R. (2003). Informationen über psychische Störungen im Internet: Überblick und Qualitätssicherung. In R. Ott & C. Eichenberg (Hrsg.), Klinische Psychologie und Internet. Potenziale für klinische Praxis, Intervention, Psychotherapie und Forschung. Göttingen: Hogrefe.

Günther, A. & Hahn, A. (2000). Suchmaschinen, Robots und Agenten; Informationssuche im WWW. In B. Batinic (Hrsg.), Internet für Psychologen (2., überarbeitete und erweiterte Auflage) (S. 85-124). Göttingen: Hogrefe.

Ott, R. & Eichenberg, C. (im Druck). Das Internet und die Klinische Psychologie: Schnittstellen zwischen einem neuen Medium und einem psychologischen Anwendungsfach. Psychotraumatologie.

Perkonigg, A. & Wittchen, H.-U. (1995). Epidemiologie von Angststörungen. In S. Kaspar & H.-J. Möller (Hrsg.), Angst- und Panikerkrankungen. Jena: Gustav Fischer Verlag.

Diese Kategorie wird redaktionell betreut von: Dipl.-Psych. Christiane Eichenberg